


Teil2:
Noch sind nicht alle Stahlelemente verbaut. Aber schon wird damit begonnen, die ersten Streckenabschnitte der Skitunnel-Anlage mit Erde zu bedecken. Lesen Sie, welche Vorteile das hat.
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Teil1:
Per Lkw nach Russland, montiert vor Ort am Irtytsch.
Weitere Infos und Bilder von der Baustelle
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Erste Lieferung schon
zwei Wochen nach Klärung der Technik
Mit Wellstahlbauwerken kennt sich Hamco aus - schon seit mehr als 50 Jahren produziert und vertreibt man in Dinslaken Bauwerke für den Straßen- und Tiefbau und für die Industrie. Selbst die Bahnhofshalle auf der Zugspitze und zwei Forschungsstationen in der Antarktis sind aus Hamco-Stahlfertigteilen. Dennoch ist die Biathlon-Trainingsanlage mit insgesamt rund einem Kilometer anspruchsvollem Bauwerksverlauf das bisher ambitionierteste Projekt.
Gemeinsam mit ihrem russischen Partner begannen 2005 die ersten Überlegungen, nachdem die regionale Verwaltung in Khanty-Mansiysk sich entschlossen hat, ein Ganzjahrestrainingszentrum in der Nähe des Biathlon-Stadions zu errichten.
Konzipiert wurde eine Doppeltunnelanlage, die sich rund um einen kleinen Berg schmiegt - und von oben fast wie eine Formel-1-Strecke aussieht. Start, Ziel und ein Zusatz-Tunnel für die Schießanlage wurden in einer an die Anlage angeschlossene Halle untergebracht.
Technologie
Die Hamco-Technologie der Wellstahl-Konstruktion bot sich aus mehreren Gründen für die Anlage an:
Gut zu planen und zu fertigen: Selbst ambitionierteste Strecken lassen sich komplett weitgehend vorplanen und auch vorfertigen - dazu löst ein spezielle Software bei Hamco den geplanten Bauwerksverlauf in einzelne Wellstahlsegmente auf. Keine einfache Sache. Aber erprobte Technik.
Gut zu transportieren: Die Bauteile lassen sich - trotz der enormen Menge - gut transportieren, da die Stahlteile kompakt verladen werden können und leichter sind als Betonfertigteile.
Leicht aufgebaut und dennoch stabil: Vor Ort wird das Bauwerk aufgebaut und mit Erdreich hinterfüllt. Das macht die Anlage extrem stabil.
Automatisch isoliert: Die Hinterfüllung mit Erdreich sorgt für eine gute Grund-Isolierung des Bauwerkes - der Energieaufwand für die Kühlung im Sommer bleibt also vergleichsweise gering.
Herausforderungen…
… gab es im Planungsverlauf genug:
Größe: Bei einer Spannweite von 9 Metern und einer Höhe von 6 Metern und einer Länge von rund einem Kilometer kommt eine große Menge Material zusammen. Auf Grund der Möglichkeit die 4500 Wellstahlelemente kompakt zu packen, begrenzt sich die Anzahl der notwendigen LKW auf ein Minimum.
Verlauf: Die Doppeltunnelanlage windet sich nicht nur um den Berg, ständig wechselnde Höhenniveaus werden durchlaufen, eingebaut werden musste auch eine Schleife, um Hin- und Rückstrecke miteinander zu verbinden. Fluchttunnel und Querverbindungen stellten eine weitere Herausforderung dar. Teile der Verbindungselemente wurden eigens als Modell 1:10 vorab gebaut.
Start
Klärung der technischen Details und Produktionsstart gingen Hand in Hand: Mitte 2006 startete die Planung der Haupttunnelanlage, Ende Januar 2007 waren die letzten Detailfragen zum Haupttunnel beantwortet. Zwei Wochen später gingen die ersten Stahlfertigteile auf die Reise nach Khanty- Mansiysk an den Irtytsch, rund 4500 Kilometer - Luftlinie! Im Januar 2008 wird die letzte Lieferung erwartet. Und schon im Sommer desselben Jahres kann es losgehen.
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